Gesunde Kinder haben auch eine gesunde Zukunft

25. November 2020

Gesunde Kinder haben auch eine gesunde Zukunft

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„Gesunde Kinder, gesunde Zukunft“, eine Initiative

„Kinder sind unsere Zukunft“, ein viel zitierter Satz. Aber wird auch immer genug dafür getan, um dem Nachwuchs diese Zukunft zu ermöglichen? Die AOK engagiert sich zusammen mit dem Botschafter Philipp Lahm unter dem Motto „Gesunde Kinder, gesunde Zukunft“ für genau dieses Anliegen. Hier einige Tipps, die sich an den Aktivitäten zur Kindergesundheit der AOK orientieren.

Die Analyse der Probleme

Eigentlich ist das keine neue Erkenntnis: In Sachen Fitness stehen die Kinder und Jugendlichen in Deutschland nicht wirklich oben auf dem Siegertreppchen. Die Fitness von Kindern und Jugendlichen ist gemäß einer Studie der AOK und des Deutschen Olympischen Sportbundes, sowie des Wissenschaftlichen Instituts der Ärzte Deutschlands so gar zurück gegangen. Ein Vergleich von Analysen aus den Jahren 1964 bis 2010 stellt der Jugend von heute kein gutes Attest aus: Kinder können heute nicht mehr so schnell und weit rennen, wie es ihre Eltern im selben Alter noch vermochten. Vor allem beim Schulsport gibt es hier noch viel Luft nach oben. Aber wie sieht die Realität aus? Jede vierte Sportstunde fällt heute an der Schule aus.

Das Problem Übergewicht

Auch beim Bodymaßindex zeigt sich die Jugend nicht immer vorteilhaft: Rund 15 Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden unter Übergewicht, so das Robert-Koch-Institut. Sechs Prozent gelten sogar als „stark übergewichtig“. Die Diagnose Diabetes Typ II wird auch bei übergewichtigen Jugendlichen immer häufiger diagnostiziert.

Körperliche und psychische Nachteile

Schlechte Noten gibt es auch für den Schwimmunterricht: Rund ein Drittel der Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren können nicht schwimmen. Haltungsschäden werden für ungefähr die Hälfte aller Kinder diagnostiziert. Auch psychische Belastungen werden zunehmend ein Problem für den Nachwuchs. Rund 15 Prozent aller Kinder gelten als verhaltensauffällig. Die Gewalt an Schulen hat in den vergangenen Jahren nicht unerheblich zugenommen. Wer mit dem Rauchen beginnt, tut dies heute eher früh. Das Einstiegsalter liegt bei 11 bis 12 Jahren. Auch der frühe Alkoholkonsum ist heute nicht mehr selten.

Fehlernährung und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen sind der Nährboden dafür, später an chronischen Krankheiten, wie der Diabetes zu erkranken. Auch Herz-, Kreislauf und Gelenkprobleme sind absehbar. Die AOK sieht rund ein Drittel der Kosten für das Gesundheitswesen in der falschen Ernährung begründet.

Kindergesundheit im Focus

Die AOK sieht es als ihre Aufgabe an, sich den Problemen der Kindergesundheit zu stellen. Das ist kein Neuland für die Krankenkasse, die Erfahrung in der Primär- und Sekundärprävention für Kinder und Jugendliche blickt auf viele Jahre zurück. Ziel dieser Präventionsarbeit ist es, Schädigungen vorzubeugen. Dabei soll vor allem jenen Kindern geholfen werden, die übergewichtig geworden oder die anderen Risikofaktoren ausgesetzt sind. Hierzu wird den Versicherten das AOK-Familienprogramm, sowie eine kontinuierliche Betreuung und Beratung beginnend beim Kinderwunsch bis hin zur Einschulung angeboten. Junge Eltern können sich an das AOK-Babytelefon wenden. Hier gibt es verständliche Infos von Krankenschwestern und Ärzten zu den einzelnen Kinderkrankheiten und zu den möglichen Vorsorgeuntersuchungen.

Angebote für Kinder

Das Programm „Powerkids“ ist eine Kooperation der AOK mit der Stiftung Kindergesundheit. Dieses Angebot richtet sich vor allem an übergewichtige Kinder ab einem Alter von acht Jahren. Rund 50.000 Kinder haben hier schon teilgenommen. Kinder lernen hier, sich besser zu ernähren und sich mehr zu bewegen. Das Programm hat einen Zeitrahmen von zwölf Wochen. Der Erfolg dieses Trainings wird wissenschaftlich evaluiert. 

Das Projekt „JolinchenKids“ richtet sich an Schulen, Kindertagesstätten und Kindergärten. Schüler zwischen acht und 18 Jahren sind die Zielgruppe des Angebots „Fit sein“. Auch Kultusbehörden und Schulen können von der AOK durch die Gestaltung interessanter Schulsportangebote unterstützt werden. Vom gesunden Schulessen bis zur Ausbildung von Streitschlichtern unter den Schülern werden vielfältige Hilfsangebote bereitgestellt. Auch Kurse für den Stressabbau im Kindesalter und die Vorbeugung vor Haltungsschäden gehören zum Programm.

Wissenslücken in der Familie

Die Initiative „Gesunde Kinder: Gesunde Zukunft“ möchte nicht nur bewährtes ausbauen, sie kann auch dabei helfen, Wissenslücken zu schließen. So wurde im Rahmen der Initiative auch eine repräsentative Familienstudie gestartet, bzw. neu aufgelegt. Im Mittelpunkt dieser Studie steht die Gesundheit von Kindern und Eltern. Und die Zusammenhänge zwischen beiden Seiten. Die Studie wird fachlich begleitet von Prof. Ulrike Ravens-Sieberer von der Universitätsklinik in Hamburg-Eppendorf und Professor Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance in Berlin. In dieser Studie soll beschrieben werden, wie gesunde Faktoren das Leben innerhalb der Familie fördern können. Auch die Faktoren, die das gesunde Leben ausbremsen, kommen hier zur Sprache.

Offen für Kooperationen

Die Initiative „Gesunde Kinder: Gesunde Zukunft“ zeigt sich offen gegenüber Kooperationen mit anderen Projekten und Institutionen. So werden auch die Aktionen der Arbeitsgemeinschaft „Seitenstark“ unterstützt. Seitenstark konzentriert sich auf das Thema des Mobbings in der Schule. Es besteht auch eine Kooperation mit der Stiftung „Lesen und LegaKids“. Im Mittelpunkt steht immer die Zielsetzung, Kindern zu helfen, gesund zu leben. Hierzu beteiligt sich die AOK jedes Jahr an zahlreichen Veranstaltungen, wie etwa dem bundesweiten Vorlesetag. Dieser findet einmal im Jahr im November statt.

Eine langfristige Initiative

Das Projekt „Gesunde Kinder: Gesunde Zukunft“ ist langfristig und nachhaltig angelegt. Die Initiative soll nicht nur die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen erfassen, sondern auch praktische Tipps und Informationen an die Hand geben, wie die Kindergesundheit direkt verbessert werden kann. Das Programm richtet sich an Schulen, an Kinder, an Pädagogen und an Eltern.


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