So entschlacken Sie den eigenen Körper einfach und nachhaltig

20. August 2020

So entschlacken Sie den eigenen Körper einfach und nachhaltig

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Sie kennen vielleicht dieses Gefühl. Sie möchten sich von allem befreien, was Sie belastet. Die Kunst, loszulassen betrifft auch unseren Körper. Was wir hier belastend finden, spiegelt sich nicht notwendigerweise auf der Wage wider. Aber wenn wir loslassen, fühlen wir uns leichter.

Sicherlich: Zum Thema der Entschlackung, bei der Entgiftung oder Detox gibt es unterschiedliche Meinungen. Die Begriffe „Entschlackung“ und „Entgiftung“ (oder auch das englische Wort „detoxification“) haben ihre Ursprünge in der Alternativmedizin. Die damit verbundenen Effekte sind wissenschaftlich schwer zu belegen. Ist das deshalb alles Humbug? Nicht zwingend. Sie könnten an dieser Stelle mit dem Lesen aufhören. Aber zuvor noch ein Gedanke: Die Maßnahmen zur Entschlackung fördern generell Ihre Gesundheit. Sie tragen dazu bei, Ihr Leben gesünder zu gestalten. Und diese Effekte können Eintreten ganz unabhängig von der Frage, ob Sie dem Konzept der Entschlackung im Detail folgen möchten oder nicht. Faktoren, wie regelmäßiger Stress, eine ungesunde Ernährung, Belastungen in Lebensmitteln und die Umweltverschmutzung stellen viele Herausforderungen an unseren Organismus. Ob Sie nun von den Ideen der Alternativmedizin überzeugt sind oder Ihrem Körper „einfach so“ etwas Gutes tun möchten: Es schadet nicht, wenn Sie sich über die Entgiftung und Entschlackung informieren.


Gibt es Schlacken im Körper?

Den Körper zu entschlacken bedeutet, überflüssige Substanzen auszuscheiden, mit denen der Körper nichts anfangen kann. Diese können etwa nach dem Stoffwechsel im Körper verblieben sein. Tatsächlich kann der Körper nicht alles brauchen, was wir ihm jeden Tag zuführen. Manche Substanzen sind regelrecht schädlich für den menschlichen Organismus. Das können ganz unterschiedliche Substanzen sein:

  • Giftstoffe, die über Medikamente oder Zigarettenrauch aufgenommen wurden
  • Substanzen, die sich im Übermaß im Körper befinden
  • Substanzen, die nicht wieder vollständig ausgeschieden werden

Die Bezeichnung „Schlacke“ mag beim ersten Hören etwas befremdlich klingen. Ist unser Körper denn ein Betrieb der Großindustrie? Tatsächlich stammt der Begriff in seinem Ursprung aus der Metallproduktion. Und als Metapher ist dieser Begriff durchaus stimmig. Er definiert, das auch bei einem gesunden Stoffwechsel Rückstände im Körper bleiben, die entsorgt werden sollten. Unsere körpereigenen Entgiftungs-Systeme sind zwar Akkordarbeiter. Aber manchmal können sie auch etwas Hilfe beim entschlacken benötigen.

So etwa in den folgenden Fällen:
  • Bei einem Ungleichgewicht der Ernährung
  • Bei der Einnahme von Alkohol oder Zigarettenrauch
  • Bei Stress und psychischer Belastung
  • Wenn die Nährstoffe im Körper fehlen, die beim Abbau von überflüssigen Stoffen helfen
  • Wenn die körpereigenen Entgiftungsorgane überlastet sind
  • Wenn der Säure-Basen-Haushalt unausgewogen ist
  • Bei der Aufnahme von Rückständen von Pflanzenschutzmitteln über die Nahrung
  • Bei Schwermetallen in der Nahrung
  • Aufgrund von Umweltgiften in der Luft. So etwa Ozon oder Feinstaub


Giftstoffe und die Gesundheit

Ist der Körper nicht dazu in der Lage, Giftstoffe und Stoffwechselprodukte auszuscheiden, dann muss er diese irgendwo zwischenlagern, damit sie dem Organismus nicht im Wege stehen. Das geschieht oft im Binde- oder Fettgewebe. Aber das kann auch in den Muskeln oder Gelenken von statten gehen. Die eingelagerten Stoffe behindern den Organismus nicht unmittelbar. Trotzdem können sie längerfristig zu negativen gesundheitlichen Folgen führen. Je mehr dieser „Schlacken“ angesammelt werden, desto größer wird das Risiko.


Die Ausscheidungsorgane des menschlichen Körpers

Verschiedene Organe in unserem Körper sind für das Aufräumen der Ansammlungen unerwünschter Stoffe, also das entschlacken, zuständig. Hier sind vor allem die Leber, der Darm und die Niere zu nennen. Diese Organe organisieren, dass ungebetene Gäste über den richtigen Ausgang ausgeschieden werden.

Die Leber

Die Leber des Menschen ist das wichtigste Organ der körpereigenen Entgiftung. Sie bildet das größte Stoffwechselorgan in Körper. Die Leber hat die Aufgabe, Stoffe, die in den Körper gelangen entweder zu verwerten, zu speichern, umzuwandeln oder abzubauen. Sie trägt die Hauptverantwortung bei der Ausleitung nicht verwertbarer Substanzen. Alkohol wird in der Leber zu Fett verarbeitet, die Leber filtert sowohl Bakterien, wie auch alte Zellen aus dem Blut und leitet wasserlösliche Schadstoffe über das Blut an die Niere weiter. Wasserunlösliche Schadstoffe werden über die Gallenflüssigkeit an den Darm weitergegeben. Die Leber ist auch dazu in der Lage Arzneistoffe abzubauen.

Die Nieren

Die Nieren erfüllen eine wichtige Aufgabe im Kontext der Blutreinigung. Komplexe Filterungsprozesse sorgen dafür, dass unser Blut von Giftstoffen befreit wird, die dem Körper schaden können. Das können sowohl körperfremde Substanzen sein, wie auch Produkte, die durch den Stoffwechsel entstanden sind. Die entsorgten Stoffe werden über den Harn aus dem Körper hinausgeschwemmt. Für eine gute Arbeit der Nieren ist vor allem eine solide Zufuhr an Flüssigkeit wichtig.

Der Darm

Der Darm gehört vermutlich zu den wichtigsten Wächtern in unserem Körper. Er kennt unsere Ernährungsgewohnheiten vermutlich besser als wir selbst und hat diesbezüglich schon alles zu sehen bekommen. Der Darm hat die Aufgabe, die aufgenommene Nahrung in eine Form umzuwandeln, die der Körper verwerten kann. Was nicht verwertbar ist oder den Körper belastet, wird ausgeschieden. Der größte Teil unseres Immunsystems liegt im Darm. Der Darm spielt deshalb auch eine wichtige Rolle für die körpereigenen Abwehrkräfte.

Neben Darm, Nieren und Leber gibt es weitere Organe, die an der Entgiftung des Körpers beteiligt sind. Hier sind die Lungen, das lymphatische System und die Haut zu nennen.

So unterstützen Sie den Körper beim Entschlacken

Die richtige Ernährung spielt beim Entschlacken eine wichtige Rolle. Wir sprechen jetzt nicht von Wundermitteln oder speziellen Teesorten, die fast schon mit magischer Wirkung den Körper aufräumen. Das macht der Körper normalerweise ganz alleine und mit dem richtigen Lebensstil können wir ihm noch ein bisschen helfen. Ernähren Sie sich ausgewogen und das am besten an jedem Tag. Eine mehrwöchiges Entschlacken kann nach Zeiten besonderer Belastung sinnvoll sein. So etwa nach der kalorienreichen Weihnachtszeit oder nach einer regelmäßigen Medikamenteneinnahme.

Mit einer basenreichen Ernährung können Sie sicherstellen, dass der pH-Wert des Körpers wieder in die Balance kommt und der Stoffwechsel leistungsfähig seine Arbeit machen kann. Lebensmittel, wie Fleisch, Kaffee oder Süßigkeiten können dazu beitragen, dass der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht kommt. Basenbindende Lebensmittel sind etwa Spinat, Rucola, Petersilie, Feigen und Vollkornprodukte. Über Gemüsesorgen, wie Kohl, Karfiol oder Broccoli führen Sie dem Körper Sulforaphan für den Schutz der Zellen zu.

Genießen Sie Alkohol, Zigaretten und Fertiggerichte in möglichst geringen Maßen. Während einer Entschlackungskur sollten sie ganz darauf verzichten. Fördern Sie die Ausleitung der Giftstoffe im Körper durch die vermehrte Zufuhr von Flüssigkeit. Stilles Wasser ist hier die beste Lösung, aber auch Brennnesseltee oder Ingwertee können Ihren Körper unterstützen. Regen Sie die Schweißproduktion durch Saunabesuche und sportliche Aktivitäten an. Denn auch der Schweiß kann unerwünschte Stoffe aus dem Körper ausscheiden. Basenbäder und trockene Massagen können den Körper ebenfalls beim Entschlacken unterstützen. Achten Sie darauf, dass Sie sich in moderater Weise dem Sport widmen. Steht der Leistungsgedanke beim Sport im Vordergrund, so kann dies Stress bedeuten. Und dann erreichen Sie nicht die Wirkung, die Ihr Körper sich wünscht.

Auch Stress ist ein Gift für die Gesundheit. Wer unter Dauerbelastung steht und keine Ruhepausen einlegt, gefährdet die eigene Gesundheit. Der Körper befindet sich quasi permanent im Ausnahmezustand. Das Herz schlägt schnell und der Blutdruck und der Blutzuckerspiegel steigen an. Der Körper ist voller Energie, um die stressige Phase zu bewältigen. Dies darf aber kein Dauerzustand sein. Ansonsten kann das Säure-Basen-Verhältnis aus dem Gleichgewicht geraten. Stress überlastet auch die Entgiftungsorgane und das Immunsystem. Trainieren Sie Entspannungsübungen, um dem permanenten Stress in der heutigen Zeit entgegen zu wirken. Und achten Sie darauf, dass sich der Stress nicht dauerhaft in Ihrem Leben einnistet.


Entschlacken und die Gesundheit

Sie können der Idee des Entschlackens skeptisch gegenüberstehen. Oder Sie gehören zu den regelrechten Entschlackungs-Fans. In jedem Fall ist es hilfreich, wenn Sie Ihrem Körper gelegentlich eine Auszeit von den Belastungen des Alltags gönnen. Das tut jedem Menschen gut, egal wie weit seine Beziehung zur Idee des Entschlackens geht. Bringen Sie Ihren Körper nach Phasen der Medikamenten-Einnahme, nach Zeiten des Stresses oder nach der üppigen Ernährung an den Feiertagen wieder auf Kurs.



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