Kinder sind die Zukunft - da lässt sich nichts dran rütteln

2. Dezember 2020

Kinder sind die Zukunft – da lässt sich nichts dran rütteln

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Kinder sind die Zukunft?

Wie oft haben wir diesen Satz schon gehört: „Kinder sind die Zukunft!“ Eigentlich eine Binsenweisheit. Denn das Kind von heute ist der Erwachsene von morgen. Da lässt sich nichts dran rütteln. Aber ist es wirklich sinnvoll, wenn die Erwachsenen von heute unsere Hoffnungen auf eine bessere Zukunft über die Kinder verwirklicht sehen wollen?

Werfen wir einmal einen Blick zurück. Auf unsere eigene Kindheit. Waren die Vorstellungen unserer Eltern einer besseren Welt wirklich unsere Motivation, erwachsen zu werden? Vermutlich sah die Zukunft wohl auch früher nicht so aus, wie es sich die Generation der Eltern oder der Großeltern vorgestellt hat. Und vermutlich wird das auch bei der „zukünftigen Zukunft“ niemals so sein.

Auch die heutige Generation der Grundschüler befasst sich mit der Zukunft. Dafür sorgen jedenfalls die Eltern, die Lehrer und Erzieher. Aber ist das dann wirklich eine abenteuerliche und offene Zukunft? Oder geht es hier vielmehr um die Zukunftsängste der älteren Generation. Ängste, mit denen die Kinder konfrontiert werden.

So stellen sich Kinder die Welt im Jahre 2030 vor

Eine Befragung der Berliner Grundschüler der dritten und vierten Klasse im Rahmen eines Vorlesetags sollte Abbilden, wie sich die Kinder die Welt im Jahre 2030 vorstellen. Eine Projektion also in die Zeit, in der die Kinder junge erwachsene sein werden. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Kinder vor allem das sozial-ökologische Bewusstsein widerspiegelten, das ihnen von der Schule, dem Elternhaus oder den Medien vermittelt wird. Häufige Antworten waren:

  • Die Erde soll wieder grüner werden.
  • Im Meer liegt zu viel Plastik. Das führt zum Sterben der Tiere.
  • Wir sollten aufhören, zu viele Bäume zu fällen.
  • Die Welt braucht mehr Gerechtigkeit.
  • Ich möchte weniger Müll produzieren.
  • Wir brauchen mehr Bäume und mehr Natur.
  • Wir sollen weniger Plastik und Palmöl produzieren.
  • Die Natur muss geschützt werden.
  • Wir brauchen weniger Autos. Vor allem keine Dieselautos.

Reflektieren diese Antworten wirklich die persönliche Erfahrung der Kinder? Welche eigenen Ideen stehen hinter diesen Aussagen? Manche der Antworten lassen durchaus Rückschlüsse auf eigene Gedankengänge zu. „Wie soll die Welt im Jahr 2030 aussehen? Soll es dann noch Autos geben? Werden die Autos fliegen? Wie sieht es in Berlin aus? Erleben wir wieder eine Steinzeit? Oder eine Wikingerzeit? Wer weiß das schon?“

Ideen zu technischen Lösungen für die Umweltprobleme von heute

Auch der Ehrgeiz, über technische Lösungen für die Umweltprobleme von heute nachzudenken, ist bei den Grundschülern nicht gering. Hierzu gab es aussagen, wie „Man sollte Autos erfinden, die nur zu Beginn der Fahrt Energie verbrauchen. Danach laden sie sie sich selber immer wieder auf. Über die Energie der eigenen Reifen.“ Weitere Ideen waren auch:

  • Eine Maschine erfinden, die CO2 und Stickstoff in Sauestoff umwandelt. So wie die Bäume das machen.
  • Das coolste Buch schreiben, das es jemals gegeben hat. Ein Buch, das jeder lesen möchte.
  • Flugzeuge, die als CO2 Sauger die Mobilität und den Klimaschutz miteinander verbinden
  • Apparate, die Müll in saubere Luft umwandeln
  • Der „Happy Umweltgenerator“
  • Oder ganz einfach: Grau rein und grün kommt raus.

Für die technischen Lösungen sehen sich traditionell immer noch vor allem die Jungs in der Verantwortung. Mädchen interessieren sich dafür eher für die sozialen Fragen. Da gab es auch schon einmal „Ich brauche Freunde, die hinter mir stehen und mit denen ich Spaß haben kann. Freunde, die mir immer zur Seite stehen und mir bei Problemen helfen“ als Wunsch für die Zukunft. Das sollen Freunde sein, mit denen man auch mal „Scheiß bauen“ kann und die gut zuhören können. Solche Freunde sollten ehrlich und umweltfreundlich sein. Aber auch keine „Ökotussis“. 

Vor allem Mädchen wünschen sich Frieden. Ganz einfach auf den Punkt gebracht bedeutet das: „Keinen Krieg mehr!“. Aber auch differenziertere Antworten waren zu hören: „Probleme sollen nicht immer mit Gewalt geklärt werden!“ Und auch die Bekämpfung der Armut wurde angesprochen. Vor allem Bilder illustrieren die Gedanken der Kinder hervorragend. So etwa eine von der Sonne bestrahlte Erde, die von Rosen umgeben ist. 


Kinder sind unsere Zukunft. Werden sie wirklich alles besser machen als wir? Die Bilder, die Kinder von der Zukunft malen, sind jedenfalls ein schöner Ausblick auf hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven.


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