Tropische Nacht

Während des Tages sollten Sie das Schlafzimmer permanent gut durchlüften. Meist genügt es, wenn die Tür offen und die Fenster gekippt sind.
Scheint tagsüber stark die Sonne auf das Schlafzimmerfenster, dann sollten Sie die Jalousien herunter lassen und die Vorhänge zuziehen.
Nachts während des Schlafens darf man keiner Zugluft ausgesetzt sein. Daher sollte man niemals - was allerdings viele tun - einen Ventilator im Raum aufstellen. Dieser ständige Wind macht krank. Man erkältet sich oder bekommt rheumatische Beschwerden oder zumindest einen steifen Nacken.
Man muß sich abends beim Zubettgehen entscheiden: Entweder man deckt sich ganz leicht und luftig zu, etwa mit einer speziellen Sommer-Bettdecke. Oder man benutzt gar keine Zudecke, schlüpft abend in einen leichten Pyjama oder in ein luftiges Nachthemd. Die Textilien müssen atmungsaktiv und schweißaufsaugend sein. Nackt und ohne Decke sollte man nicht schlafen. Dabei fühlt man sich auch nicht wohl.
Wer in heißen Sommernächten auf Grund der Temperaturen Beklemmungen in der Brust verspürt, sollte immer ein Fläschchen mit Blutorangenöl am Nachttisch zur Hand haben. Einfach öffnen, daran riechen. Man spürt sofort eine Erleichterung.
In heißen Sommernächten sollte man, wenn man nicht schlafen kann, Flüssigkeit zuführen. Man sollte trinken, auch wenn man keinen Durst verspürt. Ideal sind Melissentee, Hopfentee, Hibiskusblütentee oder aber Wasser mit etwas Zitronensaft, alles ungesüßt und nicht eiskalt, sondern in Zimmer-Temperatur.
Wenn Sie sich auf Grund der hohen Temperaturen erschöpft und matt fühlen, und deshalb nicht schlafen können, dann gehen Sie ins Badezimmer und halten Sie den Puls beider Hände 1 bis 2 Minuten lang unter laufendes, kaltes Wasser. Sie werden staunen, wie angenehm das ist und wie gut Sie danach einschlafen.
Eine ernste Warnung: Bitte, legen Sie beim Schlafen keine feuchten Tücher auf Ihren Körper. Manche legen, wenn ihnen allzu heiß ist, eine mit kaltem Wasser gefüllte Gummiwärmflasche auf, die sie zuvor obendrein im Kühlschrank deponiert haben. Davon werden Sie genau so krank wie von der Zugluft.
Wenn Sie nachts unter die Dusche gehen, um danach wieder besser schlafen zu können, dann bitte niemals eiskalt duschen. Sie kriegen danach nämlich erst recht einen Schweißausbruch. Wenn Sie duschen, dann lauwarm.
Es ist auch nicht sehr sinnvoll, vor dem Zubettgehen ein kaltes Fußbad zu nehmen. Im ersten Augenblick ist das eine Erfrischung. Bald darauf aber werden die abgetrockneten Füße heiß. Und man fühlt sich wieder nicht wohl. Also auch da gilt die Regel: Wenn Sie ein abendliches Fußbad an einem schwülen Abend genießenn wollen, dann lauwarm.
Wenn Sie nachts wachwerden, weil Ihr Pyjama oder das Nachthemd verschwitzt ist, dann müssen sie sich sofort umziehen und trockene Nachtkleidung anlegen. Sie holen sich sonst eine Erkältung im Schlaf.
Wer in der Sommerhitze nachts gut schlafen möchte, der sollte beim Essen vorsichtig sein, Das heißt konkret: abends keinen Alkohol, nicht zuviel und nicht zu üppig essen, nicht zu süß, nicht zu salzig und nicht zu fett. Alkohol ist an heißen Tagen eine große Belastung für die Nachtruhe.
Ideal zum Abendessen, damit man hinterher gut schläft, ist ganz besonders Leichtes: lauwarme Gemüsebrühe, Melonensalat, gedünstetes oder dampfgegartes Gemüse, Hüttenkäse, Naturjoghurt.
Wer nachts im Sommer der Hitze wegen oft nicht schlafen kann und sich nicht wohlfühlt, der sollte sich tagsüber nicht ausschließlich in einen kühlen Raum zurückziehen und sollte im Auto die Klimaanlage nicht zu kalt eingestellt haben. Gehen Sie vielmehr nach dem leichten Abendessen noch etwas hinaus ins Freie, machen einen kleinen Spaziergang in der sehr warmen oder schwülen Abendluft. Sie müssen wissen: Der Körper paßt sich für die Nacht leichter den hohen Temperaturen an, wenn er sich draußen im Freien aufhält und die Natur auf sich wirken läßt. Man muß sich nämlich nicht nur im Winter gegen Kälte abhärten, damit man besser mit ihr umgehen kann. Man muß das im Sommer auch gegen die Hitze tun. Der Körper muß den hohen Temperaturen angepaßt werden.

 
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